Caritas

Begleiteter Umgang

Regeln für die Durchführung des „BEGLEITETEN UMGANGSRECHTS

Andere gleichbedeutende Bezeichnungen sind „Betreutes Umgangsrecht“, „Angeordnetes Umgangsrecht“, „Kontrolliertes Umgangsrecht“, „Überwachter Umgang“ oder nach dem Neuen Kindschaftsrecht „Beschützter Umgang“.

1. ZIELE
1.1. Ziel unseres Angebotes zur Ausübung des „Begleiteten Umgangsrechtes“ ist es, den Kindern zu ermöglichen, die Beziehung auch zu dem Elternteil zu pflegen und aufrechtzuerhalten, bei dem sie nicht ihren überwiegenden Aufenthalt haben oder der nicht sorgeberechtigt ist, auch wenn Gerichte, Jugendämter oder der andere Elternteil Bedenken haben und deshalb eine „Begleitung“ verlangen.
1.2. Es ist nicht unser Ziel und unsere Aufgabe, über die Notwendigkeit oder den Sinn der Begleitung zu verhandeln oder dazu Stellung zu nehmen, wir übernehmen keine gutachterähnlichen, objektivierenden Aufgaben
1.3. Soweit es gesetzlich möglich ist, stehen wir für gerichtliche Auseinandersetzungen nicht zur Verfügung.
1.4. Wir wünschen, dass beide Eltern sich auf unsere BERATUNG einlassen können. Häufig erscheint auch eine Beratung der Kinder sinnvoll und angezeigt. Ausführliche Beratung eines Elternteils allein erscheint uns erst nach Beendigung der Vereinbarung über den „Begleiteten Umgang“ sinnvoll.
1.5. Wir bieten unsere Begleitung bei zwei unterschiedlichen Konstellationen an:
- a) Beide Eltern sind sich, mit oder ohne Unterstützung einer Richterin oder eines Richters einig, dass Besuche stattfinden und von Fachkräften oder mitwirkungsbereiten Laien begleitet und unterstützt werden sollen. Unsere Aufgabe besteht hier vor allem in BERATUNG und Mithilfe bei der Gestaltung der Besuche.
- b) Der Kontakt zwischen Kind und Elternteil wird mit gerichtlichem Beschluß angeordnet. Hierbei wird die ansonsten gültige Schweigepflicht des Beraters nach § 203 StGB und §§ 61 ff SGB VIII erheblich eingeschränkt.

2. VORGEHENSWEISEN
2.1. Verbindung und Kooperation mit den beteiligten Gerichten sowie den Sachbearbeiter(inne)n der Jugendämter erscheint uns notwendig. In jedem Einzelfall klären und besprechen wir mit allen Betroffenen, ob und wenn ja, welche Informationen wir an diese Institutionen weiterreichen.
2.2. Vor Beginn des „Begleiteten Umgangs“ führen wir mit beiden beteiligten Eltern Einzelgespräche durch, die einen eher informativen, im Einzelfall auch beratenden Charakter haben. In den meisten Fällen, abhängig vom Alter der Kinder, ist es auch erforderlich, daß wir mit den Kindern alleine in Kontakt treten (während der Elternteil im Nebenzimmer wartet), um uns ein umfassendes Bild zu machen.
2.3. Wir müssen immer zunächst überprüfen, ob wir in diesem Fall „mitwirkungsbereit“ sein können oder eine Mitwirkung nach unserer Beurteilung nicht dem „Kindeswohl“ dient.
2.4. Aus zeitökonomischen Gründen, aber auch unter fachlichen Gesichtspunkten ist es erforderlich, Häufigkeit und Zeitrahmen der Besuche festzulegen: Wir bieten unsere Dienste in diesem Zusammenhang höchstens vierzehntägig, jeweils max. 120 Minuten, für insgesamt drei Monate, an. Wir bitten um Verständnis für die starke Eingrenzung und Einschränkung, die wir damit vornehmen.
2.5. Ob, warum und wann wir einen Abbruch der „Begleiteten Besuche“ (des „Beaufsichtigten Umgangs“) für erforderlich halten, liegt in unserem fachlichen Ermessen (worüber wir Rechenschaft ablegen können); für uns steht immer „das Wohl des Kindes“ im Vordergrund.
2.6. Vereinbarungen über Termine, Absagen und Änderungen von Terminen treffen wir nur mit einem Elternteil, wir sind keine Vermittlungsinstanz.
2.7. Die Termine können zu angemessenen Tageszeiten und nach Maßgabe unserer Terminplanung, in Absprache mit allen Beteiligten stattfinden.
2.8. Je nach Sachlage und Absprache können die Besuche auch außerhalb der Räume der Psychologischen Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Eltern stattfinden. Entstehende Kosten (durch Transport, Bewirtung, Eintritte..., ggf. auch für den Mitarbeiter oder die Mitarbeiterin der Psychologischen Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Eltern) haben die Eltern zu tragen . Darüber hinaus erheben wir derzeit keinen Kostenbeitrag.
2.9. Die Übernahme bzw. Rückgabe der Kinder findet immer in der Psychologischen Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Eltern statt.

3. ÜBERNAHME DER BEGLEITUNG DURCH EHRENAMTLICHE HELFER(INNEN)
Ehrenamtliche Helfer(innen) übernehmen die Begleitung nur dann, wenn alle Beteiligten damit einverstanden sind und keine fachlichen Gründe dagegen sprechen


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